Leverkusen fordert den Champions League Finalisten aus Madrid

Champions League: Leverkusen gegen Madrid

Foto: Mick Baker / flickr.com

Der Start in die Rückrunde ist für die Werkself aus Leverkusen deprimierend verlaufen. Es ist beinahe eine Tradition, dass die Mannschaft von Bayer Leverkusen nach einer erfolgreichen Hinrunde es einfach nicht schafft, die Form mit in die zweite Saisonhälfte zu nehmen.

Daher ist man auch in diesem Jahr bisher deutlich in der Tabelle abgestürzt und zählt momentan nicht einmal mehr zu den Favoriten für den erneuten Einzug in die Champions League. Genau dort müssen sie sich aber erst einmal beweisen: Mit Atletico Madrid hat man einen starken Gegner bekommen, was vor allem den durchwachsenen Leistungen in der Gruppenphase geschuldet ist.

Die Form der Mannschaften vor dem Rückspiel

Wie bereits beschrieben hat Leverkusen in den letzten Jahren besonders in der zweiten Saisonhälfte keine erfolgreiche Zeit gehabt. Beinahe jedes Jahr ist man direkt zum Beginn der Rückrunde eingebrochen und hat so meist sehr überzeugende Leistungen aus der Hinrunde egal aussehen lassen – immerhin hat man auf diese Weise meist den direkten Anschluss an die besten Plätze in der Bundesliga verloren.

Ganz anders sieht es bei der Mannschaft von Atletico Madrid aus. Immer weiter konnte man sich in den letzten Jahren den besten Positionen der ersten spanischen Liga annähern und spätestens mit dem Einzug in das Finale der Champions League gehört man heute zu den besten Mannschaften der Welt.

Auch in diesem Jahr gelingt es durchaus, mit den beiden Platzhirschen aus Barcelona und von Real Madrid mitzuhalten und den beiden einen offenen Kampf im Spiel um die Meisterschaft zu bieten.

Auch im internationalen Vergleich spricht die Form eindeutig für die Mannschaft aus Madrid. In der Gruppenphase hat man bei Leverkusen wieder historische Niederlagen einstecken müssen und sich quasi erst in der letzten Minute und durch schwache Gruppengegner für das Achtelfinale qualifiziert. Durch den schwächeren zweiten Platz wusste man bereits, dass man einen starken Gegner in der Zwischenrunde bekommen wird. Madrid konnte in seiner Gruppe überzeugen und man war sicher nicht traurig darüber, gerade Leverkusen in der Auslosung zu bekommen.

Was sagen die Buchmacher vor dem Spiel?

Immerhin ist Atletico in der spanischen Liga eine Macht und hat sich im letzten Jahr in einem starken Spiel erst im Finale gegen Real Madrid in der Champions League geschlagen geben müssen. Außerdem hat Leverkusen in den letzten Jahren nicht bewiesen, dass sie über die Reife für einen starken Auftritt in den internationalen Wettbewerben verfügen.

Aber man sollte Leverkusen nicht bereits vor den Spielen vollkommen abschreiben. Immerhin hat das Team auch in der Liga immer wieder beweisen können, dass sie in einer Phase der schwachen Form für eine Überraschung gut sind. Auch Atletico hat immer wieder Spiele in dieser Saison gehabt, in denen sie als Favorit auf den Platz gegangen sind und am Ende deutlich verloren haben. Vor allem das Spiel in Leverkusen selbst könnte somit zu einem Problem für die Spanier werden. Sollte Leverkusen zuhause ein guter Auftritt gelingen, so kann man durchaus davon ausgehen, dass man am Ende auch im Rückspiel noch eine Chance auf den Einzug in das Viertelfinale hat.

Der direkte Vergleich – wie sieht es aus?

Madrid hat sich in der Winterpause mit Fernando Torres auch auf der Position im Sturm weiter verstärkt, während Leverkusen noch immer mit der Formschwäche in allen Abteilungen kämpft. Allerdings heißt das nicht, dass man sich auf jeder Position im Kader der Mannschaft aus Madrid geschlagen geben muss. Sollte das starke Mittelfeld rechtzeitig zum Achtelfinale wieder seine Form entdecken und sollte Stefan Kießling seine kleine Formschwäche überwinden, sind sie in vielen Bereichen gleichwertig mit Atletico Madrid. An den Abenden von diesen Spielen wird also vor allem die Form der Einzelspieler einen Unterschied bei dem Einzug in das Viertelfinale machen.

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