CL-Finale: Juve hofft nicht nur auf seine Defensive

Im Champions-League-Finale trifft Juventus Turin am Samstag auf Real Madrid. Während die Italiener ihren Final-Fluch besiegen wollen, könnte Real ein weiteres Kapitel Europapokal-Geschichte schreiben.

3 Gegentore in 12 Champions-League-Spielen – so liest sich die Bilanz von Juventus Turin in der Spielzeit 2016/17. Und auch in der Liga stellte der neue und alte italienische Meister mit 27 Gegentreffern in 38 Partien natürlich mal wieder die beste Abwehr. Keine Frage, wenn Juve am Samstag auf Real Madrid trifft, wird die Abwehr um Torwart Gianluigi Buffon im Mittelpunkt stehen, zumal sie es mit der besten Offensive des Wettbewerbs zu tun bekommt.

Dabei hat die “Alte Dame” in der Offensive ebenfalls viel zu bieten. Um den neuen Superstürmer Gonzalo Higuaín hat sich eine starke Einheit gebildet, die nicht nur gegen Barcelona zeigte, dass sie auch mitreißenden Angriffsfußball spielen kann. Neben Higuaín sorgen außerdem das große Talent Dybala und der unermüdliche Mandzukic stets für Gefahr. Das Mittelfeld mit Khedira, Pjanic, Alves und Sandro hat sich zudem innerhalb nur einer Saison zur spielstarken Schaltzentrale entwickelt. Eigentlich schwer verkraftbare Abgänge wie Tévez, Pogba, Pirlo und Vidal wurden in den letzten Jahren mühelos ersetzt.

Wird Juve zum Real-Schreck?

Mit Real Madrid treffen die Bianconeri in Cardiff nun auf den denkbar schwersten Gegner. Die Königlichen könnten nicht nur den 3. Titel in den letzten 5 Jahren holen. Sie könnten auch die erste Mannschaft sein, die Europas Fußballkrone erfolgreich verteidigt. Auf der anderen Seite verlor Juve jedes seiner 4 letzten Endspiele, mal unglücklich wie 2003 gegen Milan, mal recht deutlich wie 2015 gegen den FC Barcelona. Insgesamt wartet die “Alte Dame” nun schon seit 1996 auf den zweiten Champions-League-Triumph.

Dennoch stehen die Chancen für den italienischen Serienmeister nicht schlecht. Immerhin gewann Turin 4 der letzten 7 Duelle mit Real, nur eines ging verloren. Zuletzt schaltete man die Königlichen 2015 im Halbfinale aus. Auch damals hatten im Vorfeld der Partie nur die wenigsten mit einem Erfolg gerechnet.

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