Die Qualifikation Deutschlands zur EM

FC Bayern München: Mario Götze fehlt gegen die TSG 1899 Hoffenheim

Foto: Michael Kranewitter / Wikipedia

Hat wirklich jemand daran gezweifelt, dass Deutschland sich zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich als eines von 20 Teams direkt qualifizieren wird? Wahrscheinlich nicht, daher waren viele sicher überrascht, wie holprig die Qualifikation letztlich ablief.

Gegen Irland und gegen Polen gab es im Zuge der Qualifikation jeweils eine Niederlage, hinzu kamen Unentschieden – gegen Irland und auch gegen Schottland. Gegen Georgien musste letztlich ein knappes 2:1 her, um die Gruppe als Tabellenerster zu beenden. Was sich nahezu durch die gesamte Qualifikation zog: Die desaströse Verwertung der Chancen.

Aber der Reihe nach. Deutschland traf in der Qualifikation zur EM 2016 auf Polen, Schottland, Irland, Georgien und Gibraltar. Die ersten zwei Mannschaften aus der Gruppe qualifizieren sich sicher zur EM, der Gruppendritte hat immer noch die Chance, sich über die Play-Offs im November zu qualifizieren. Deutschland beendete die Gruppe mit sieben Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen. Damit erzielte man 22 von 30 möglichen Punkten und liegt einen Zähler vor den Polen, die nur eine Niederlage kassierten, dafür aber auch drei Mal Unentschieden spielten. Polen ist somit auch sicher bei der EM dabei. Irland darf in den Play-Offs noch hoffen.

Am ersten Spieltag musste die Elf von Jogi Löw als frisch gekürter Weltmeister gegen Schottland antreten. Dank zweiter Treffer von Thomas Müller reichte es hier zu einem 2:1-Sieg gegen hart kämpfende Schotten. Am zweiten Spieltag reiste man nach Polen, traf vorne das Tor nicht und machte hinten Fehler, so dass es am Ende 2:0 für Polen hieß.

Nach zwei Spieltagen fand man sich plötzlich nur noch auf Platz vier der Tabelle wider und das änderte sich zunächst auch nicht, nachdem man in Irland nur 1:1 gespielt hatte. Danach folgte eine Serie mit Siegen gegen Gibraltar (4:0), Georgien (2:0) und erneut Gibraltar (7:0). Gegen Polen gab es danach den wichtigen 3:1-Sieg, bei dem Mario Götze glänzte. Nach diesem Sieg nahm die DFB-Elf zum ersten Mal den ersten Platz in der Qualifikationsgruppe ein.

Nach einem umkämpften 3:2-Sieg in Schottland war klar: Man braucht noch einen Punkt, um sich sicher für die EM zu qualifizieren. Daraus wurde zunächst nichts, da man in Irland mit 1:0 verlor und erst im letzten Spiel der Qualifikationsrunde mit einem 2:1 gegen Georgien alles klar machte. So mühevoll man sich nun auch zur Endrunde qualifizierte: Im kommenden Sommer wird das deutsche Team wieder zu den engeren Favoriten auf den Titel zählen.

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